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Wenn Lernen können „spießt“, die Resultate trotz Üben und viel Einsatz ungenügend sind, stellt sich mit der Zeit das Gefühl von Mutlosigkeit und Aufgeben bei Kindern und Eltern ein.
Spätestens jetzt lohnt ein klarer, objektiver Blick auf die gesamte Situation. Viele Faktoren an die man vorerst gar nicht dachte, stören einen gelingenden Lernprozess. So können z.B. die Haltungen zum Lernen, körperliche Organzustände, Wahrnehmungsschwierigkeiten oder emotional Unverarbeitetes, dem gelingenden Lernen im Weg stehen.

Vor einigen Wochen kam Marlene 10 J, mit ihren Eltern  zum Erstgespräch. Ihre Themen: Aufgeben, wenn  etwas zu anstrengend war, wie abgeschaltet sein, Lerninhalte nicht verstehen können und immer wieder Nervosität und Ängste vor….. Vertrauen in die eigene Kraft war besonders im Lernkontext kaum da. Schulisch harkte es an einigen Ecken. Sie selber glaubte nicht mehr, etwas gut hinzukriegen. Zu oft waren die Lernerfolge, trotz intensivem Üben, ausgeblieben. Von klein an, war für sie klar, dass ihr sowieso wer helfen müsste.

Die folgende Befundaufnahme gab Einblick in ihre Lern- und Lebensgeschichte. Das brachte erste Anhaltspunkte, was da hinderlich wirkte. Neben Schocks mit ihren Folgen und leichter Einschränkung durch eine heftigere Verletzung, war auch das emotionale Grundklima instabil. Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit, waren Körperübungen das Mittel der 1. Wahl. Als sie hier die Übung der „Kutscherin“, wie sie diese nannte,  kennen lernte, war sie sofort voll dabei. Auch weil der Vergleich, ihr geliebtes Lebensumfeld traf.

Mit dieser ICH-Stärkungsübung, eine Körperübung aus der Teschler Lernförderung, baute sie langsam innere Stärke auf.  Immer öfter gelang es ihr nun, nicht aus dem „Häuschen“ zu geraten und mit Ausdauer an kniffligen Sachen dranzubleiben. Meine Empfehlung auch zu Hause weiter zu üben, nahm sie an. Stolz brachte sie ihre Übungsnotizen immer mit.

Sie nützte diese neu gewonnene Stärke und regelte selbständig ein für sie wichtiges, angstbesetztes Thema. Strahlend erzählte sie mir davon. Dies bestärkte sie beim Weitermachen, auch was den Lernkontext betraf. „Ich bleib da dran, damit sich bei mir noch mehr ändert“, verkündete sie frisch und ernsthaft als sie letztens in die Praxis kam. Man merkte ihr an, dass sie wirklich entschlossen war.

Trotz bestehender Entmutigung, halfen ihr diese und weitere Techniken erstmal wieder Mut zu fassen und vertrauen in sich zu entwickeln. Sie kam auf neue Herangehensweisen in Mathe. Sie probierte selber aus und hatte erste Erfolge. Sie erledigte die Hausaufgaben nun meist eigenständig und verlor auch langsam ihre ungünstige Lebenshaltung: „Mir muss immer wer helfen“.

Ihre eigenen Dinge selber in die Hand  zu nehmen, Mut zum eigenständigen Tun zu entwickeln, das war vorerst das Ziel. Das speziell auf sie abgestimmten Training vermittelte ihr den Weg, wie sie ihre Lernfähigkeit über die Biologie verbessern konnte. Dazu gehörten als Unterstützung von außen auch feine Impulsmassagen, zu ihren Themen.

Emotional und körperlich stabil sein, sowie die Sinnesorgane zu stärken, ist auch im Hinblick auf ihre beginnende Pubertät eine nötige Grundlage, die es nun weiter zu schaffen und festigen gilt.